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ARCHIV 2003 – 2017

Preiswürdiges

ARD-Moskau-Korrespondentin Golineh Atai hat deutsche sogenannte Journalisten aufgefordert, angesichts von „Todesdrohungen“ und „massiven Attacken“ nach jeder „kritischen“ Rußland-Berichterstattung, ja nicht zurückzustecken. Denn nur so würde man – wie sie – als „Journalistin des Jahres“ ausgezeichnet.

Ausgezeichnet wurde Atai durch eine Jury des „Medium Magazin“, in der sich rund 80 ihrer Kollegen tummeln, wegen ihrer „herausragenden Berichterstattung“ aus der Ukraine. Die „Propagandaschau“ schrieb dazu:

„Das ist für objektive Beobachter einigermaßen befremdlich, aber aus Sicht der transatlantischen Propagandisten folgerichtig. Atai hat 2014 in ihrer ‚Berichterstattung‘ über die Ukraine tatsächlich nichts selber recherchiert – gar nichts. Nicht einmal den Schüssen auf ihre eigene Hotelunterkunft in Kiew konnte sie selbst nachgehen. Das mussten andere für sie tun und deren Erkenntnisse werden in den deutschen Staats- und Konzernmedien geflissentlich totgeschwiegen.

Die ‚Leistung‘ Atais besteht darin, einen gewaltsamen Putsch gegen eine gewählte Regierung als demokratischen Akt verbrämt, Krieg, Mord und ethnische Säuberungen als notwendigen Akt staatlicher Souveränität gerechtfertigt, Massaker an Oppositionellen aus dem Fokus des Staatssenders ARD heraus gehalten und einen imaginären Feldzug russischer Panzerkolonnen durch die Ostukraine suggeriert zu haben.“

Schon zuvor bekam Frau Atai den Hajo Friedrichs-Preis, den Udo Ulfkotte auf eine Stufe mit der DLG-Prämierung, den selbstverliehenen Medaillen der Lebensmittelindustrie, stellt. Dazu kann man sich hier weiter informieren:
Diskussion zur Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrichspreises an Golineh Atai – ein Panorama journalistischer Blasiertheit und Realitätsverweigerung
Auf der gleichen Website findet sich „Ein Paradebeispiel“ manipulativer Berichterstattung – „von Golineh Atai und ARD-Weltspiegel“.

Über die Wahl der “Maulhure des Jahres 2014″ berichtete auch die „Propagandaschau“, die darin neben Atai noch andere „Qualitätsjournalisten“ mit ähnlichen Meriten auflistet.

Klaus Wallmann sen.

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